Seminare für ArbeitsanleiterInnen

Kompetenzförderung von Transitmitarbeiter/innen

 

Ziele: Eine gute Einschätzung und rasches Erkennen von Kompetenzen und Potentialen von Transitmitarbeiter/innen stellen die Grundlage für eine effiziente Kompetenzförderung dar. Hierzu kommen unterschiedliche Tools und Instrumente zum Einsatz. In diesem Seminar sollen die Teilnehmer/innen aufbauend auf ihre eigenen Erfahrungen und mit neuen Aspekten reflexiv de anvertrauten Transitmitarbeiter/innen bezügelich Kompetenzen für den 1. Arbeitsmarkt und Kompetenzen des täglichen Lebens sehen und einschätzen können. Weiters erhalten die Teilnehmer/innen Inputs und Handlungsorientierugen für die tägliche Unterstützung und Förderung der Transitmitarbeiter/innen.

 

    Inhalte

  • Beurteiungskriterien bei der Wirkungsmessung
  • Ressourcenorientierung
  • Talente versus Defizite
  • Tools und Instrumente zur Kompetezförderung
  • Aktivierung und Motivation von Transitmitarbeiter/innen zur Arbeitsaufnahme
  • Umgang mit Widerständen und Konflikten
  • Förderung von Teilnehmer/innen mit besonderen Herausforderungen (Fallbeispiele) 

    Dauer: 24 Unterrichtseinheiten

    Kosten: € 160,- pro Person

 

    Trainerin: Mag.a Barbara Spranger

    Termin: 21. März, 4. April, 11. April 2017

    neuer Termin: 2. Mai, 9. Mai, 14. Juni 2017

    Ort: bfi Graz Eggenberg

 

 

 

 

 

Gender Mainstreaming Modul 1 und Modul 2

 

Der bewusste Umgang mit soziokultureller Vielfallt, sprich Diversity, stellt eine große Herausforderung für Gesellschaft und Organisationen dar und gehört im Bildungssektor längst zum Arbeitsalltag von Trainern/innen und Beratern/innen. Das Seminar Gender Mainstreaming (Modul 1 und Modul 2) erfüllt den Nachweis der vom Arbeitsmarktservice Steiermark geforderten Absolvierung von Gender-Kompetenz- und Diversitytrainings.

 

Ziele: Die Teilnehmer/innen erwerben in den beiden Modulen Basiswissen zu Gender Mainstreaming, das darin integrierte Diversitäts-Mainstreaming, sensibilisieren ihr Gender-Bewusstsein und lernen Methoden und Strategien für eine erfolgreiche Umsetzung von Gender-Kompetenz in ihrem persönlichen Arbeitsfeld kennen. Sie setzen sich mit den Gleichstellungszielen auseinander und verstehen die volkswirtschaftlichen, gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen von Benachteiligung am Arbeitsmarkt. Sie erweitern ihr Wissen über gleichstellungsorientierte Methodik, Didaktik und können den Einsatz unter besonderer Beachtung unterschiedlicher Zielgruppen optimieren.

 

    Inhalte

  • Entstehung, Interventionskonzept und Vorgehensweise von Gender Mainstreaming; Diversitätsansatz im Rahmen von Gender Mainstreaming
  • Klärung und Definition von Begriffen (Gleichbehandlung vs. Gleichstellung; Lebenskonzepte vs. beruflicher Gleichstellungsorientierung)
  • Daten und Fakten zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern; gesellschaftspolitische, ökonomische und volkswirtschaftliche Folgen von Diskriminierung am Arbeitsmarkt
  • Gleichstellungsziele des AMS
  • Transfer in die eigene Praxis
  • Definition und Ebene gleichstellungsorientierter Methodik und Didaktik
  • Mechanismen von Diskriminierung, Intersektionalität
  • Gestaltung von zielgruppen- und gleichstellungsorientierten Bildungsberatungsprozessen im AMS-Kontext
  • Praktische Auseinandersetzung mit Form und Inhalt von Lehr- und Lernunterlagen (Sprache, Bilder, Übungsbeispiele etc.) und/oder Beratungsansätzen (Fragestellungen, Kompetenzanalysen, Aufnahmeverfahren, Arbeitsplatzbeschreibungen etc.)
  • Reflexion der eigenen beruflichen Praxis im Hinblick auf Rekonstruktion bzw. Auflösung von Stereotypen und Genderrollen
  • Transfer in die eigene Praxis

    Dauer: 12 Unterrichtseinheiten

    Kosten: € 110,- pro Person

 

    Trainer: Mag. Michael Longhino

    Termin: 13. April, 20. April 2017

    Ort: bfi Graz Eggenberg

 

 

 

Arbeit mit psychisch/gesundheitlich beeinträchtigten Personen

 

Ziele: Die Bedeutung von psychiatrischen Erkrankungen bzw. gesundheitlichen Beeinträchtigungen als hemmender Faktor für eine (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt nimmt in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ständig zu. Ziel des Seminars ist – aufbauend auf bereits vorhandene Kenntnisse - die Vermittlung der Aspekte in der Arbeit mit psychisch bzw. gesundheitlich beeinträchtigten Teilnehmern/innen und die Möglichkeiten der Erarbeitung der Wiedereingliederung im Rahmen eines systemischen Betreuungsansatzes. Schwerpunkte in diesem Seminar stellen die Vermittlung von Know-how zur Thematik, das Erkennen der Probleme (psychisch) erkrankter Menschen, das Setzen von entsprechenden Interventionen sowie das Erhöhen der Handlungsfähigkeit im Umgang mit psychisch bzw. gesundheitlich beeinträchtigten Personen dar (Diagnosen, Auffälligkeiten, damit verbundene übliche Situationen, an welche Institution verweisen etc.)

 

    Inhalte

  • Diagnosen und psychische Krankheitsbilder im Allgemeinen
  • Diagnosen und psychische Krankheitsbilder im Kontext der eigenen Arbeit
  • Lebenswelten und Verläufe von psychischen/gesundheitlichen Störungen und Auswirkungen auf
  • die Arbeitsfähigkeit
  • Üblicherweise zu erwartender Verlauf gewisser Krankheitsbilder, im Besonderen solcher, mit denen man in der Arbeit mit den Teilnehmern/innen bzw. Kunden/innen konfrontiert wird
  • Was ist möglich – bei welcher Diagnose?

    Dauer: 16 Unterrichtseinheiten

    Kosten: € 110,- pro Person

 

    Trainer: Mag. Gerald Gritzner

    Termin: 13. Juni, 20. Juni 2017

    Ort: bfi Graz Eggenberg

 

 

 

Arbeit im unterkulturellen Spannungsfeld

 

Ziele: Arbeitsanleiter/innen stehen im beruflichen Alltag mit Transitmitarbeitern/innen im Spannungsfeld verschiedener interkultureller Herausforderungen. So gilt es zB. den religiösen, traditionellen und rituellen Hintergrund zu verstehen und die Zusammenarbeit christlicher Mitarbeiter/innen mit solchen aus anderen, wie zB. den islamischen Religions- und Kulturkreisen zu fördern. Brücken zwischen den Kulturen zu bauen ist dabei sehr wichtig und das kann nur dann gelingen, wenn wertschätzend und offen über die Unterschiede, die sich in der Arbeitshaltung ergeben, geredet werden kann.

Dabei gilt es, die Möglichkeiten und Grenzen, die die Arbeitswelt in Österreich bestimmen und vorgeben zu klären und zu erarbeiten, welche Bedeutung und Konsequenzen sich daraus ableiten lassen. Basierend auf Beispielen aus der Praxis erarbeiten die Arbeitsanleiter/innen Tools und verfügen über Handlungsoptionen, wie sie mit den unterschiedlichen Haltungen der Teilnehmer/innen im Arbeitsalltag umgehen können, um ein wertschätzendes Miteinander von Personen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Werthaltungen zu ermöglichen.

 

    Inhalte

  • Aufzeigen von interkulturellen Spannungsfeldern
  • Unterschiedliche Religionen der Transitmitarbeiter/innen und damit verbundene Normen und Rituale (Schwerpunkt Islam)
  • Auswirkungen der Religion auf das Verhalten und die Arbeitshaltung (Gebete, Ramadan etc.)
  • Spannungen zwischen Mitarbeitern/innen verschiedener Religionsgemeinschaften
  • Brücken zwischen den unterschiedlichen Religionen und Verständnis sowie Akzeptanz als wichtige Elemente von Zusammenarbeit
  • Kommunikation mit Migranten/innen und Flüchtlingen
  • Handlungsmöglichkeiten für Arbeitsanleiter/innen mit praktischen Beispielen

    Dauer: 16 Unterrichtseinheiten

    Kosten: € 110,- pro Person

   

    TrainerInnen: Mag.a Hannelore Kleewein und Mag. Mostafa el Saqri

    Termin: 10. Mai, 17. Mai 2017

    Ort: bfi Graz Eggenberg

 

 

 

Abgrenzung und eigene Gesundheit - Umgang mit Mehrfachbelastungen

 

Ziel : Gesundheit stellt für immer mehr Berufstätige ein hohes, erstrebenswertes Gut dar. Durch einen Trend zur Dienstleistungsgesellschaft kommt es zu einer stetigen Veränderung der Arbeits- und Organisationsprinzipien. Von den Mitarbeitern/innen werden zunehmend mehr eigenverantwortliches Handeln, Teamarbeit und Initiativkraft verlangt. Das bedeutet und erfordert einen bewussteren Umgang mit den eigenen Gesundheitspotentialen und -anforderungen, sodass eine gesündere Arbeitswelt geschaffen werden kann.

 

    Inhalte

  • Gesundheitliche Anforderungen am Arbeitsplatz
  • Mehrfachbelastungen (Arbeit/privat) – ein Selbsttest
  • Der Anforderungssituationskreislauf - Reflexion
  • Resilienz-Faktoren
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement - Saluto- vs. pathogenetische Merkmale am Arbeitsplatz
  • Umgang mit Mehrfachbelastungen
  • Portfolioarbeit – „Was ist für mein Leben wesentlich?
  • Sensorium für menschliches Verhalten bei schwierigen Anforderungen
  • „Ich tue mir etwas Gutes“ - Methoden einfacher Spannungsreduktion, Aufmerksamkeits-Aufgaben, Achtsamkeitsübungen etc.

 

    Dauer: 16 Unterrichtseinheiten

    Kosten: € 110,- pro Person

 

    Trainerin: Dr.in Alexandra Zesar-Eder

    Termin: 30. Mai, 8. Juni 2017

    Ort: bfi Graz Eggenberg

 

 

 

Workshop - Klassische Spannungsfelder in der Arbeit von Beschäftigungsbetrieben

 

Themen im Spannungsfeld der Schlüsselkräfte konstruktiv für den Transfer in die Praxis bearbeiten

 

Ziel: Arbeitsanleiter/innen und Sozialpädagogen/innen in Beschäftigungsbetrieben stehen in ihrem beruflichen Alltag in mehrschichtigen Spannungsfeldern. Vorgaben an und Ziele für diese beiden Berufsgruppen scheinen manchmal diametral entgegengesetzt zu sein. Allein schon das Beispiel des Recruitings legt unterschiedliche Interessenslagen offen, was die Auswahl der Transitmitarbeiter/innen anlangt. Diese sind beeinflusst durch die Vorgaben des AMS (hinsichtlich Auslastung, Neueinstiege, Zielgruppenzuordnung etc.) ebenso wie durch die Anforderungen, die Umsetzung von Aufträge bestmöglich erfüllen zu müssen. Dieser Workshop hat zum Ziel,

 

    Inhalte

  • von oben auf das Gesamtsystem zu blicken und gemeinsam durch die „Organisationsbrille“ die existierenden Spannungsfelder zu analysieren.
  • die Einbettung in den betriebswirtschaftlichen Hintergrund und Unternehmenszweck von Beschäftigungsbetrieben wahrzunehmen.
  • die Auswirkungen divergierender Anforderungen und Ziele für den eigenen Arbeitsalltag zu reflektieren und Verständnis für die unterschiedlichen Rollen im System zu entwickeln.
  • Erfahrungswerte hinsichtlich des Umgangs mit nicht auflösbaren Spannungsfeldern auszutauschen.
  • der Frage nachzugehen, wie diese Zielkonflikte bearbeitbar gemacht werden können und was es dafür braucht sowie
  • die Beschäftigung damit, wie sich die dafür notwendigen Aushandlungsprozesse konstruktiv gestalten lassen.

 

    Dauer: 8 Unterrichtseinheiten

    Kosten: € 60,- pro Person

 

    ModeratorInnen: Elke Edlinger und Christian Krizanic

    Termin: 4. Oktober 2017

    Ort: bfi Graz Eggenberg

 

in Kooperation mit

AMS Steiermark
Land Steiermark - Soziales und Arbeit
Stadt Graz - Arbeit & Beschäftigung
Europäische Union - Europäischer Sozialfonds

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