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bbs - Netzwerk Beschäftigungsbetriebe Steiermark

Das Netzwerk der Steirischen Beschäftigungsbetriebe (bbs) ist als Verein organisiert und wurde 2004 aus einer bis dahin losen Gemeinschaft von rund zehn steirischen Beschäftigungsbetrieben gegründet. Ziel war die Vernetzung aller gemeinnützigen Organisationen aus der ganzen Steiermark, die sich um die Wiedereingliederung (langzeit-)arbeitsloser Personen und/oder WiedereinsteigerInnen in den Arbeitsmarkt bemühen.

Heute vereint das bbs Netzwerk unter sich rund 40 Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte (GBP) und Sozialökonomische Betriebe (SÖB).

Das bbs Netzwerk vertritt die Interessen dieser gemeinnützigen Organisationen, die für benachteiligte Personen des Arbeitsmarktes Angebote im Beschäftigungs- und Qualifizierungsbereich schaffen und sich um die Wiedereingliederung langzeitarbeitsloser Menschen in das Berufsleben bemühen.

Insgesamt bietet das bbs Netzwerk bzw. dessen Betriebe/Projekte etwa 900 Transitarbeitsplätze, die mit rund 1800 Transitarbeitskräften pro Jahr besetzt werden. Zudem arbeiten insgesamt rund 300 Schlüsselkräfte in diesen Betrieben.

 

Zweck & Ziele

  •     Stärkung des Beschäftigungssektors in der aktiven Arbeitsmarktpolitik
  •     Entwicklung des Angebotes am Arbeitsmarkt
  •     Produktentwicklung und Qualitätsmanagement
  •     Weiterbildungsangebot
  •     Vertretung gemeinsamer Interessen, insbesondere gegenüber öffentlichen Einrichtungen
  •     Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

 

Das Angebot für Transitarbeitskräfte

Mit dem Unterstützungsangebot von Beratung, Betreuung und Qualifizierung versuchen die Beschäftigungsbetriebe, die Wiedereingliederung (langzeit-)beschäftigungsloser Personen in das Berufsleben zu fördern und zu erleichtern. Den Transitarbeitskräften, die über ein reguläres Dienstverhältnis für maximal 12 Monate angestellt werden, wird nicht nur Beschäftigung in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen geboten. Zusätzlich werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, die sich nach den individuellen Wünschen und Fähigkeiten der Personen richten. So ist es z.B. MigrantInnen möglich, während des Dienstverhältnisses einen Deutschkurs zu besuchen, SchulabbrecherInnen können den Haupt- oder Berufsschulabschluss nachholen, eine angefangene Lehre kann zu Ende geführt oder Praktika in anderen Firmen absolviert werden. Auch der Erwerb des Führer- oder Staplerscheins ist innerhalb dieser Zeit möglich.

 

Sozialpädagogische Betreuung

Eine weitere, besonders wichtige Maßnahme ist die begleitende sozialpädagogische Betreuung der TransitmitarbeiterInnen. Ihnen steht in allen Betrieben ein/e SozialpädagogIn zur Verfügung, der oder die sich ihrer Probleme, egal ob privat oder beruflich, annimmt und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten sucht. Ausschlaggebend für das Gelingen der Wiedereingliederung ist auch das Zusammenspiel von qualifizierten Schlüsselkräften und den SozialpädagogInnen. Schlüsselkräfte haben die Aufgabe, Transitarbeitskräfte einzuschulen und ihnen die Fertigkeiten für die jeweiligen Tätigkeitsbereiche beizubringen, wobei sie einen guten Überblick über deren individuelle Stärken und Talente bekommen. Diese werden dann in regelmäßig stattfindenden Gesprächen den SozialpädagogInnen rückgemeldet, welche die TransitmitarbeiterInnen dadurch noch besser in Hinblick auf ihre zukünftige berufliche Laufbahn beraten können.

 

Qualitätsmanagement

Zudem sind die bbs Mitglieder bestrebt, ständig an einer Qualitätsverbesserung zu arbeiten. Eine Möglichkeit dafür ist die Bewerbung um das „Gütesiegel für Soziale Integrationsunternehmen“, das von der Quality Austria verliehen wird und sich an das angesehene Qualitätsmanagementsystem der „European Foundation of Quality Management“ (EFQM) anlehnt. Die Quality Austria beurteilt die Unternehmen nach verschiedenen Qualitätskriterien. Wichtig ist nicht nur die Einhaltung sozialer Kriterien wie Antidiskriminierung, sondern vor allem die Erfüllung wirtschaftlicher Qualitätskriterien. So ist etwa der Nachweis einer ständigen Überarbeitung und Verbesserung der Prozessabläufe, Konzepte und Strategien Voraussetzung für eine Beurteilung durch die Quality Austria.

 

Hauptaufgaben und Ziele des bbs Netzwerks

Inzwischen ist es dem bbs Netzwerk gelungen, sich in der Steiermark als eine anerkannte Institution zu positionieren. Zu den Hauptaufgaben und erreichten Zielen, die dazu beigetragen haben und denen sich das bbs stellt, zählen:

  •     Öffentlichkeitsarbeit über den 2. Arbeitsmarkt
  •     Die Eingebundenheit des bbs Netzwerkes in die Steirische Beschäftigungspakt-Struktur (STEBEP)
  •     Weiterbildungsprogramm für Schlüsselkräfte
  •     Gemeinschaftsprojekte/Produktentwicklung
  •     Regelmäßiger Erfahrungsaustausch/und -sicherung
  •     Steirische Vertretung bei arbeit plus - Soziale Unternehmen Österreich

Der Zusammenschluss der Beschäftigungsbetriebe dient auch dem Ziel, die Arbeitsmarktpolitik aktiv mitzugestalten. In diesem Zusammenhang hat sich das bbs Netzwerk folgende Aufgaben für die Zukunft gestellt:

  •     Weiterer Ausbau des Transitarbeitsplätzeangebotes
  •     Weiterentwicklung der Angebote für Transitarbeitskräfte
  •     Lobbying für den 2. und 3. Arbeitsmarkt
  •     Sicherung und Entwicklung von Standards
  •     Regelmäßiger Austausch mit Beschäftigungsbetrieben auf nationaler und internationaler Ebene

Vorstand

Vorsitzender:

Gerd Kronheim

 

StellvertreterInnen:

Anita Hofer, Andreas Pepper, Christof Lösch

 

Kassierin:

Charlotte Gruber

 

Kassier Stellvertreterin:

Brigitte Brand

in Kooperation mit

AMS Steiermark
Land Steiermark - Soziales und Arbeit
Stadt Graz - Arbeit & Beschäftigung
Europäische Union - Europäischer Sozialfonds

(c) 2017 bbs - Beschäftigungsbetriebe Steiermark  |  Keesgasse 3 |  A-8010 Graz  |  E-Mail: are-office-xya34[at]ddks-bbsnet.at                                   IMPRESSUM